Ein Vollauszug ist eine Schubladenführung, mit der sich die Schublade vollständig aus dem Schrank herausziehen lässt — bei ganz geöffneter Schublade sind typischerweise 95–100% der Schubkastenlänge zugänglich. Diese Konstruktion ersetzt ältere Teilauszüge, bei denen ein Teil der Schublade selbst bei maximalem Auszug im Schrank verborgen blieb.
Warum ein Vollauszug wichtig ist
Der Inhalt im hinteren Teil einer Schublade ist nur dann nützlich, wenn du ihn sehen und erreichen kannst. Teilauszüge lassen die hinteren 25% der Schublade dauerhaft im Schrank — ohne Vorbeugen unsichtbar, schwer erreichbar und der Ort, an dem die Küchenschere das nächste Jahrzehnt verbringt.
Ein Vollauszug löst das Zugangsproblem. Zieh die Schublade auf, die Rückwand kommt aus dem Schrank und jede Zelle ist von oben sichtbar. Bei Schubladen-Organizern bedeutet das, dass die hinteren Reihen der Gabel-Löffel-Fächer und Gewürzhalter genauso gut nutzbar sind wie die vorderen.
So erkennst du einen Vollauszug
Zieh die Schublade ganz auf. Wenn du ihre Rückwand vor der Schrankfront sehen kannst, handelt es sich um einen Vollauszug. Verschwindet ein Teil der Schublade bei maximaler Öffnung im Schrank, ist es ein Teilauszug (oder ein kürzerer Auszug).
Was sich dadurch nicht ändert
- Innenmaße der Schublade. Innenlänge, -breite und -tiefe werden durch den Schubkasten bestimmt. Ein Vollauszug ändert, wie viel du siehst, nicht wie viel hineinpasst.
- Seitlicher Platzbedarf. Seitlich montierte Voll- und Teilauszüge benötigen ungefähr dieselbe Breite (~12.5 mm pro Seite).
Wo ein Vollauszug für Modu Drawer-Passformen am meisten hilft
Breite Schubladen profitieren am stärksten von einem Vollauszug. Bei einer 60 cm breiten Schublade mit drei hintereinander angeordneten Modulen verschwindet das hintere Modul bei einem Teilauszug aus dem Blickfeld; ein Vollauszug macht es genauso zugänglich wie das vordere.
Weitere Informationen zu Auszügen findest du unter Schubladenführung und Platzbedarf der Auszüge.